dr.med. gesine dreismann

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Aktuelles rund um meine Praxis

 


Ab sofort:

Im Rahmen der Hypnotherapie setze ich auch die iEMDR -Technik (integrative Eye Movement Desensitization and Reprocessing)ein, insbesonderer auch zur Schmerztherapie, zur Behandlung von Ängsten, Phobien und Süchten.


Gewichtsregulation mit dem HypnoSlim® Programm (zertifiziert nach ISO 9001)




SONDERSPRECHSTUNDEN:


  • SELBSTORGANISATORISCHE HYPNOSE

Zur Behandlung von: Hauterkrankungen, Allergien, Raucherentwöhnung, Schlafstörungen, Essstörungen, Ängsten. Lesen Sie hier  2 Artikel über selbstorganisatorische Hypnose.


Einen allgemeinen Artikel zum Wirksamkeitsnachweis von Hypnose können Sie hier einsehen.


 


Wirksamkeit, Sicherheit und Anwendungsmöglichkeit medizinischer Hypnose (Dt.Ärzteblatt 29.4.2016) hier


Einen weiteren Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt ( Dez.2014) : Selbstheilung als Teil der Medizin finden Sie hier.


Einige Echo's aus der Praxis auf Hypnotherapien finden sie hier


Raucherentwöhnung:

Mit Tiefenhypnose

In 2 Sitzungen


Voraussetzung :sie müssen ernsthaft gewillt sein mit dem Rauchen aufzuhören.


Mit Mesotherapie

Sie müssen ernsthaft gewillt sein, mit dem Rauchen aufzuhören!


Während einer Sitzung wird an verschiedene Akupunkturpunkte ein homöopathisches Medikament gespritzt.


Informieren Sie sich hier.


USA verabschiedet sich von Cholesterinempfehlungen: Und wann lernen wir dazu?


Cholesterin gehört nicht mehr zu den Problem-Nährstoffen – zumindest nicht in den USA. Dort wurde die Empfehlung zu einem sparsamen Cholesterinkonsum nun komplett aus den offiziellen Ernährungsempfehlungen des Landes gestrichen. Wie das US-Landwirtschaftsministerium eingesteht, gibt es „keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen dem Cholesteringehalt in Lebensmitteln und dem Cholesterinspiegel im Blut“. Die US-Amerikaner dürfen ihr Rührei zum Frühstück demnach künftig wieder ohne Reue genießen.

Doch wie sieht es bei uns aus? Für Ernährungsberater ist die Erkenntnis mittlerweile ein alter Hut, dass ein Verzicht auf Eier und andere cholesterinreiche Lebensmittel bei der Mehrheit der Hypercholesterin-Patienten kaum einen Nutzen nach sich zieht. Dennoch hält die DGE hierzulande vehement an ihren Empfehlungen fest. In der aktuellen Überarbeitung ihrer Fett-Leitlinie heißt es wörtlich: „Entgegen früherer Einschätzungen hat die Zufuhr von Cholesterol mit der Nahrung mit möglicher Evidenz keinen Einfluss auf das Risiko für KHK. Dennoch sollte wegen des vom Verzehr von Eiern bekannten Hinweises auf eine eventuelle Erhöhung der Gesamtmortalität die Cholesterolzufuhr mit der Nahrung weiterhin begrenzt werden.“ Liegen der DGE etwa andere Studiendaten vor als den US-amerikanischen Fachgesellschaften oder ist es so schwer, seine alteingesessenen Empfehlungen zu revidieren bzw. zu relativieren? Ein Blick auf die restliche Fett-Leitlinie lässt zumindest letzteres erahnen. Obwohl seit der letzten Version knapp 9 Jahre vergangen sind – in denen sich das Bild von den „bösen“ Fetten durchaus gewandelt hat – sind kaum Änderungen zur Vorgängerversion erkennbar. Für die DGE heißt das Fazit für die Praxis weiterhin kompromisslos: Iss fettarm, spare Fett ein wo es geht und tausche dieses nach Möglichkeit gegen kohlenhydrathaltige Lebensmittel aus. Es passt wohl einfach nicht in ihr Bild, dass viele Menschen ohne ersichtliche Auswirkungen Eier essen können; dass eine fettreiche Kost nicht zwangsläufig das Herz belastet oder dass viele Stoffwechselerkrankte ihre Blutwerte auch mit einer kohlenhydratarmen Kost gut in den Griff bekommen.

Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V.: Evidenzbasierte Leitlinie: „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“, 2. Version (2015)


Apotheken-Notdienst

 

Unter der bundesweit einheitlichen mobilen Rufnummer 22833 kann man die Nacht- und Notdienstapotheken in der Umgebung jederzeit abrufen. Es gibt folgende Möglichkeiten:


Anruf per Handy:22833 (ohne Vorwahl)sms per Handy: Stichwort"apo" an die Nummer 22833 (ohne Vorwahl) Anruf aus dem deutschen Festnetz: 080000 22833. Über Internet: www.akwl.de


Tipps für Patienten mit Allergien

Durch Ernährungswissentschaftler,Biologen, Chemiker sowie Asthma-und Neurodermitistrainer.
Montags - Feitags von 9.30 - 12.30
sowie Dienstagnachmittag von 14.00 - 17.00
unter der Telefonnummer ders Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB)
unter der Telefonnummer 02161 / 10207(7.8.07)


www.daab.de


Nickelallergie

Nützliche Informationen für Nickelallergiker finden sich unter: www.nickelfrei.de


Vor Sonnenschäden schützen

Wer sich und seine Familie vor Sonnenschäden schützenwill, sollte den UV-Check anklicken. http://www.uv-check.de/


Ein einfaches Verfahren zum Abschätzen des UV-Index
Gemessen werden lediglich die eigene Körpergröße und der dazugehörige Schatten. Daraus kann der aktuelle UV-Index leicht errechnet werden. Ist der eigenen Schat Dochten so lang, wie man groß ist, so entspricht das dem UV-Index von 4um 1/3 länger als man groß ist, so entspricht das dem UV-Index <3.
Den aktuellen Empfehlunge der WHO und anderer Gremien zufolge, sind Schutzmaßnahmen ab UV- Index=3 erforderlich( Aktuelle Dermatologie 1/2-2009)


Ketonkörper verhindern Untergang von Hirngewebe

Wie Ketonkörper das Gehirn schützen, war bislang unklar. Forscher konnten jetzt den Wirkmechanismus von Ketonkörpern entschlüsseln. Dieses Wissen könnte dabei helfen, wirksamere Therapeutika für neurologische Erkrankungen zu entwickeln.
Die Ernährung formt die Figur. Aber das ist nicht alles: die Zusammensetzung der Ernährung hat auch Auswirkungen auf das Gehirn. Dieser Zusammenhang wird schon seit Jahrzehnten für die Therapie von Epilepsiepatienten genutzt. Zurzeit laufen Versuche, spezielle Diätformen für die Behandlung des Morbus Alzheimer und anderer neurodegenerativer Erkrankungen zu entwickeln. Schützend für das Gehirn scheint eine sogenannte ketogene Diät zu sein, die reich an Fett und arm an Kohlenhydraten und Proteinen ist.
Unter einer ketogenen Diät ähnelt der Stoffwechsel teilweise dem im Hungerzustand. In beiden Fällen verbrennt der Körper Fett, das entweder aus der Diät oder aus körpereigenen Depots stammt. Dabei werden aus Fett Ketonkörper. Wie aber Ketonkörper das Gehirn schützen, war bislang unklar. Forschern aus dem Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein ist es jetzt gelungen, den Wirkmechanismus von Ketonkörpern zu entschlüsseln. Sie hoffen, mithilfe dieses Wissens wirksamere Therapeutika für neurologische Erkrankungen entwickeln zu können.
Ketonkörper instruieren Entzündungszellen
Bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Schlaganfällen sterben Nervenzellen ab. Der Untergang der Nervenzellen ist zumindest teilweise auf eine Überreaktion von Entzündungszellen zurückzuführen, die in das Gehirn einwandern. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine ketogene Diät und die entstehenden Ketonkörper auf die Entzündungszellen, Monozyten und Makrophagen, im Gehirn einwirken. Dabei binden sich Ketonkörper an einen Rezeptor mit dem Namen HCA2, der sich auf Entzündungszellen befindet. „Ketonkörper instruieren durch HCA2 Entzündungszellen, das Gehirn zu schützen“, so Prof. Dr. Markus Schwaninger, Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie.
Comeback der Nikotinsäure?
Eine ketogene Diät ist so fettreich, dass sie schlecht schmeckt und bei Patienten meist unbeliebt ist. Die Lübecker Forscher fanden aber, dass auch Nikotinsäure wie Ketonkörper durch HCA2 einen Untergang von Hirngewebe verhindern kann. Nikotinsäure wird bereits seit vielen Jahrzehnten zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt. Als „ketogene Diät in Tablettenform“ könnte Nikotinsäure ein Comeback in einer neuen Indikation haben. Tatsächlich wurde Nikotinsäure schon in den 50er Jahren bei akutem Schlaganfall unter der Vorstellung verwendet, dass es zu einer Gefäßerweiterung im Gehirn führt. Später hatte sich aber herausgestellt, dass die Gefäßerweiterung nur auf die Haut beschränkt ist. „Auch wenn Nikotinsäure nicht die Durchblutung des Gehirns steigert, hat es doch einen Effekt beim Schlaganfall und möglicherweise auch bei anderen neurologischen Erkrankungen“, sagt Schwaninger.
Testung weiterer Substanzen
In weiteren Experimenten fanden die Wissenschaftler heraus, wie die Aktivierung des HCA2-Rezeptors das Gehirn schützt. „Wir vermuten, dass entzündungshemmende Faktoren gebildet werden, aber die genaue Identifizierung dieser Faktoren steht noch aus“, räumt Schwaninger ein. Neben der genauen Wirkweise steht die Testung weiterer Substanzen, die an den HCA2-Rezeptor binden, auf der Arbeitsliste der Lübecker Forscher. Sie hoffen, einen Stoff mit gleicher oder besserer Wirksamkeit, aber weniger Nebenwirkungen, zu finden.
Originalpublikation:

The β-hydroxybutyrate receptor HCA2 activates a neuroprotective subset of macrophages
M. Rahman et al.; Nature Communications, doi: 10.1038/ncomms4944; 2014


Gefährlicher Kaliummangel durch Süßholzwurzelextrakt

 Durch übermäßigen Genuss von Magentees mit Süßholzwurzelextrakt ( zb. 6 Wochen reglmäßigen Trinkens) kam es bei einem Patienten zu einem erheblichen Anstieg des vorbestehenden erhöhten, jedoch gut eingestellten, Blutdrucks sowie zu einem starken Kaliummangel!. Bekannt ist das Phänomen vor allem von Lakritze, die ja Auszüge aus Süßholzwurzelextrakt enthält. Lebensbedrohlicher Kaliummangel kann entstehen.


Quelle: Arzneimitteltelegramm 9/12;79


Risiko bei Einnahme codeinhaltiger Medikamente besonders bei Kindern

Kodein wird im Körper über bestimmte Enzyme zu Morphin verstoffwechselt. Dieses geschieht individuell unterschiedlich schnell. Vorsicht ist insbesondere bei älteren Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion sowie Atemfunktions-störungen, sowie bei Kindern geboten. Übliche Dosierungen können zu hoch sein. Todesfälle sind beschrieben.
Quelle: Arzneimitteltelegramm 9/2012;80


 


Gesundheitsbezogene Produkthinweise: Mehr Schein als Sein

 


 Gutes Aussehen, Gesundheit und Vitalität: Das wünschen sich Verbraucher auch von ihren Nahrungsmitteln. Neben appetitlichen Bildern locken viele Verpackungen mit Hinweisen auf den gesundheitlichen Wert des Produktes. Doch oftmals verbirgt sich dahinter nur eine raffinierte Werbestrategie.Lesen Sie hier den ganzen Artikel von der Fachgesellschaf für Ernährungstherapie (FETe.V.) 


Haben Sie auf einem Apfel schon einmal ein Etikett mit der Aufschrift „Fördert Ihre Gesundheit“ gesehen? Nein? Warum sollten die Obstbauern auch gesondert auf etwas hinweisen, was jedem klar ist? Anders sieht es hingegen bei vielen industriell gefertigten Nahrungsmitteln aus. Diese müssen den Verbraucher erst überzeugen, insbesondere wenn es sich um neuartige Produkte handelt. Hierbei helfen neben ansprechenden Bildern vor allem gezielte Hinweise auf den Gesundheitswert des Produktes. Aufdrucke wie „Fitness“, „fettfrei“ oder „Extravitamine“ vermitteln dem Käufer, sich und seiner Gesundheit etwas besonders Gutes zu gönnen. Da ist es schnell vergessen, dass die Wellnesslimonade dennoch reichlich Zucker beinhaltet oder ein Bonbon durch den Zusatz von Vitaminen nicht gesünder wird. Gesundheitsbezogene Auslobungen auf der Frontseite können das Image eines Produktes stark verbessern. Der prüfende Blick auf das Kleingedruckte auf der Rückseite entfällt meist. So manche Mutter greift gerne zur „Extraportion Milch“ oder den „Vitaminen zum Naschen“. Milch und Vitamine sind schließlich gut für das heranwachsende Kind. Der enthaltene Zucker ist es zwar nicht, aber das steht selbstverständlich nicht in großen Buchstaben auf der Produktvorderseite.


In den Supermarktregalen versuchen vor allem sogenannte „Clean-Labels“ auf Produkten den Käufer zu überzeugen. Hinweise wie „Ohne Geschmacksverstärker“ oder „Frei von Konservierungsmitteln“ sollen die Skepsis der Verbraucher gegenüber Zusatzstoffen zerstreuen. Der Blick auf die Zutatenliste aber zeigt, dass diese Aussagen oft nur Teilwahrheiten sind. Produkten, die keine Konservierungsstoffe im rechtlichen Sinne enthalten, sind häufig konservierende Zutaten wie Essig, Zitronensäure oder Citrate zugesetzt. Lebensmittel „ohne Zusatz von Glutamat“ enthalten oft geschmacksverstärkenden Hefeextrakt, Speisewürze oder Gewürzauszüge. Gleichfalls bedeutet der Verzicht von künstlichen Aromen nicht, dass das Aroma hier ausschließlich von den auf der Verpackungsvorderseite abgebildeten Zutaten herrührt. Der Einsatz von natürlichen Aromastoffen aus Schimmelpilzen und Zedernholz oder von naturidentisch im Labor hergestellten Varianten ist weiterhin erlaubt.


Bei den Herstellern beliebt sind zudem Zusätze, die das Produkt gesundheitlich aufwerten. Der Käufer weiß schließlich um die positiven Effekte von Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und probiotischen Kulturen. Warum diese also nicht reichlich zusetzen? Nur wenige Verbraucher wissen, dass die gesunden Fettsäuren im Brot ihre Wirkung verlieren, der Konsum von mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherten Produkten zu bedenklichen Überdosierungen führen kann und Naturjoghurts ebenso probiotisch wirken, wie die oft überzuckerten Joghurtdrinks. Was die werbewirksamen Hinweise auf Lebensmittelverpackungen bedeuten sowie weitere Beispiele zeigt die neue Beratungskarte „Produktkennzeichnungs-(Miss-)Verständnisse“, die ab sofort im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich ist.


Süßungsmittel Stevia in Lebensmitteln zugelassen.

Eine Alternative zu künstlichen Süßungsmitteln. Lesen Sie den Artikel hier.


Süße Limos: Genußmittel statt Durstlöscher.

Auswirkung zuckerhaltiger Genußmittel auf die Gesundeit.
Typische Soft-Drinks wie Cola oder Orangenlimonade enthalten umgerechnet etwa sechs bis sieben Stück Würfelzucker pro Glas. Wer jeden Tag hiervon eine 1,5 Literflasche trinkt, konsumiert pro Woche eine komplette Packung Zucker. Auch die beliebten Apfelschorlen schlagen mit etwa vier Würfelzuckern pro Glas erheblich auf das Zuckerkonto.Lesen Sie den Artikel hier.


Versteckte Phosphate auch bei Nierengesunden ein Gesundheitsrisiko?

Ein hoher Phosphatspiegel ist bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz seit langem als Mortalitätsfaktor bekannt. Der eindringliche Ratschlag auf den Phosphatgehalt von Lebensmitteln zu achten, ist ihnen folglich gut bekannt. Doch auch Menschen mit gesunden Nieren und insbesondere Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen könnten diesen Rat in Zukunft des Öfteren hören - wenn auch  nicht ganz so streng. Wie eine kürzlich im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Übersicht der aktuellen Literatur andeutet, mehren sich die Hinweise, dass ein hoher Phosphatspiegel nicht nur zur Gefäß- bzw. Organverkalkung beiträgt, sondern kardiovaskuläre Organe nachhaltig schädigen kann. In verschiedenen großen epidemiologischen Studien ging bereits ein Serumphosphatspiegel im oberen Normbereich mit einem deutlich erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bzw. mit einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko einher.


Auch wenn die konkreten Zusammenhänge noch intensiver Erforschung bedürfen, warnen die Autoren dennoch vor einer hohen Phosphataufnahme. Dabei betonen sie, dass weniger der natürliche Phosphatgehalt der Nahrungsmittel als vielmehr die breite Verwendung phosphathaltiger Lebensmittelzusatzstoffe hierbei eine Rolle spielt. Natürlich vorkommende Phosphate aus eiweißreichen, tierischen Produkten wie Fleisch, Käse und Eiern sind organisch gebunden und werden im Darm nur zu 40 bis 60% resorbiert. Die Bioverfügbarkeit aus pflanzlichen Nahrungsmitteln ist noch geringer. Anders sieht es hingegen bei den industriell zugesetzten Phosphaten aus, die der Körper nahezu zu 100% aufnimmt. Verschiedene Phosphatsalze (E 339-E 341, E 450-E 452) finden mittlerweile einen breiten Einsatz als Konservierungsmittel, Säuerungsmittel, Säureregulatoren, Emulgatoren und Stabilisatoren. Phosphate wirken in verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren konservierend; in Erfrischungsgetränken säuernd, in Schmelzkäsezubereitungen Konsistenz-auflockernd und in Instantpulvern schützen diese vor einem Verklumpen. Problematisch ist hierbei aber nicht allein die breite Verwendung, sondern auch das mangelnde Wissen über den Gehalt. Wie bei allen Zusatzstoffen muss nur die Zugabe, nicht aber die verwendete Menge gekennzeichnet werden. Erlaubt sind Mengen im Grammbereich pro Kilogramm Endprodukt. Analysen von verarbeiteten Fleisch- und Geflügelprodukten ergaben teilweise die doppelten Phosphatgehalte als im entsprechenden natürlichen Lebensmittel. Den Beinamen „versteckte Phosphate“ tragen die Zusatzstoffe folglich zu Recht. Da eine quantifizierte Kennzeichnung des Phosphatgehaltes ähnlich der Angaben zu Kochsalz auf Lebensmitteln wohl noch ferne Zukunftsmusik ist,  kann derzeit vor einer übermäßigen Aufnahme nur eins schützen: Eine Auswahl möglichst frischer, wenig industriell verarbeiteter und folglich zusatzstoffarmer Nahrungsmittel mit leichter Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel – eine Empfehlung, die nicht nur in Bezug auf den Phosphatspiegel einen gesundheitlichen Nutzen aufweist. Quelle: Ritz E et al.: Gesundheitsrisiko durch Phosphatzusätze in Nahrungsmittel. Dtsch Arztebl Int; 109(4):49-55: 2012 [Abstract]  (01.03.2012)


Wachstumsregulatoren in Obst und Gemüse: besser Bio oder saisonal

Aachen (fet) - Um ein ganzjähriges Angebot bestimmter Obst- und Gemüsesorten zu sichern, kommen verstärkt Reifebeschleuniger wie Ethephon zum Einsatz, deren Rückstände zu Hautreizungen und Nervenschäden führen können. Durch den Kauf von Bio- oder Saisonware ist ein Risiko vermeidbar.


Nachdem die Medienwelt aufgrund der jüngsten Dioxinfunde derzeit ein scharfes Auge auf die Sicherheit unserer Lebensmittel wirft, findet nun auch die Rückrufaktion des Discounters Lidl verstärkte Aufmerksamkeit. Anlass waren Proben spanischer Paprikas, die die Höchstgrenzen für Rückstände an Ethephon deutlich überschritten. Auch in zwei anderen Supermarktketten fand eine Untersuchung der Umweltorganisation Greenpeace belastete Paprikaproben.


Ethephon ist ein Wachstumsregulator, der im Obst- und Gemüseanbau das Wachstum und die Reifung der Früchte unterstützt. In höheren Mengen aufgenommen kann dieser zu Reizungen der Haut und der Schleimhäute, auf Dauer möglicherweise auch zu Schäden im Zentralnervensystem führen. Da Paprika in Spanien ebenso wie in Deutschland derzeit keine Saison hat, helfen die Produzenten mit dem Pflanzenhormon künstlich nach, um auch in den Wintermonaten rote sowie gelbe Früchte anbieten zu können. Dem Verbraucher bleibt dieses Vorgehen weitgehend verborgen. Lediglich grünliche Schattierungen auf einzelnen Paprikas lassen den Einsatz von Reifungsförderern vermuten. Auch bei anderen Pflanzen wie Weizen, Baumwolle, Reis, Tomaten und Äpfeln setzen viele Produzenten auf den Einsatz von Ethephon, um die Ernteausbeute zu verbessern.


Einen Grund, nun vom Verzehr von Obst und Gemüse abzuschrecken, gibt es selbstverständlich nicht. Diese sind nach wie vor eine der besten Nahrungsmittelquellen für Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenwirkstoffe. Beim Kauf ist allerdings vor allem auf zwei Dinge zu achten: die Herkunft und die Saisonzeit. Bei ökologisch kontrolliert angebautem Obst und Gemüse ist der Einsatz von Ethephon verboten, so dass hier keine Belastungen zu erwarten sind. Aber auch bei konventionell angebauten Früchten sind hohe Rückstände in der Saisonzeit eher unwahrscheinlich. Denn dann hilft die Witterung größtenteils beim Reifen nach. Zudem sind Obst und Gemüse zu dieser Zeit verstärkt aus einheimischem Anbau erhältlich, bei dem ein hoher Sicherheitsstandard herrscht.


 Die beste Zeit, um Paprika zu kaufen, ist übrigens von Juni bis Oktober. Wann die beste Einkaufszeit für anderes Obst und Gemüse ist, finden Sie auf der Internetseite www.fet-ev.eu.


 


Zusatzstoffe „natürlich“ getarnt

Aachen (fet) - Aufgrund zahlreicher Negativschlagzeilen über Zusatzstoffe setzen Lebensmittelhersteller bei ihren Produkten heute verstärkt auf Werbeslogans wie „natürlich“ und „frei von künstlichen Zusatzstoffen“. In vielen Fällen verstecken sich die vermeintlich fehlenden Substanzen nur hinter neuen Namen. 


Zahlreiche Meldungen über schädliche Wirkungen einiger Zusatzstoffe lassen die Käufer heute oftmals einen genaueren Blick auf die Zutatenliste werfen. Die neue Devise bei der Wahl eines Lebensmittels heißt „möglichst natürlich“. Auch die Hersteller haben diesen Trend erkannt und platzieren verstärkt werbewirksame Aufschriften wie „ohne Geschmacksverstärker“, „ohne künstliche Farbstoffe“ oder „Natur pur“ auf der Vorderseite ihrer Waren. Besonders bei zusammengesetzten Produkten mit wenigen natürlichen Inhaltsstoffen wie Tütengerichte oder Snacks sollen derartigen Slogans das schlechte Image aufzubessern. Doch nur selten halten die sogenannten „Clean Labels“, was diese versprechen.
 So vermittelt die Aufschrift „ohne Geschmacksverstärker“ nicht nur den Eindruck, dass das Produkt einen „natürlichen Geschmack“ allein aufgrund der Zutaten und Gewürze aufweist. Es versichert dem Käufer auch, dass hier keine Geschmacksverstärker zugesetzt wurden. Insbesondere die häufig verwendeten Glutamate führen bei empfindlichen Personen zu Kopfschmerzen und Übelkeit - ein Grund für viele entsprechende Produkte zu meiden. Doch Glutamate wie auch Guanylate und Inosinate sind rechtlich gesehen nur in freier Form den Zusatzstoffen zuzuordnen und damit kennzeichnungspflichtig. Zutaten wie Hefeextrakt, Würze und Sojasoße enthalten diese Substanzen von Natur aus und „tarnen“ damit die vorhandenen Geschmacksverstärker.
 „Frei von Konservierungsstoffen“ verspricht das mittlerweile am häufigsten verwendete „Clean Label“. Dabei dürfen hier lediglich keine Zusatzstoffe enthalten sein, die rechtlich gesehen zu den Konservierungsstoffen zählen. An deren Stelle finden sich meist andere zum Teil künstliche Zusatzstoffe, die ebenfalls konservierend wirken, wie beispielsweise die Säuerungsmittel Zitronen- oder Essigsäure. Auch Zutaten wie Essige oder Senfsaaten, die den in isolierter Form kennzeichnungspflichtigen Konservierungsstoff p-Hydroxybenzoesäureester enthalten, kaschieren das Vorhandensein von Konservierungsmitteln.


Mit der steigenden Nachfrage nach naturnahen Lebensmitteln setzen viele Hersteller zudem auf Slogans wie „natürlich“ oder „100% Natur“ und verweisen explizit auf das Fehlen von „künstlichen“ Zusatzstoffen. Dabei ist es für den Käufer völlig unersichtlich, wie diese gewonnen wurden. Natürlich vorkommende Farbstoffe beispielsweise wie das gelbliche Curcumin oder das orange Carotin stammen heute nur noch selten aus Pflanzenextrakten, sondern entstehen mithilfe von gentechnisch veränderten Bakterien im Labor. Dennoch darf ein Aufdruck wie „ohne künstliche Farbstoffe“ diesen Umstand überspielen. Zwar sind solche Zusätze nicht zwangsläufig gesundheitsschädlich, können aber eine fehlende Qualität beschönigen, etwa wenn ein natürliches Aroma aus Zedernholzspänen über den Mangel an echten Himbeeren hinwegtäuscht.


  


Verbot von Fruktosesirup in Nahrungsmitteln geplant.(20.12.2010)

Als "gesunde Süße aus Früchten" wird Fruchtzucker in der Werbung gern angepriesen, um Fructose-gesüßte Produkte besser verkaufen zu können.Doch der jahrzehnte lang als "gesunde" Zuckeralternative in Diabetikerprodukten eingesetzte Zucker rückt auf Grund zahlreicher Studien der letzten Jahre immer mehr ins Zentrum der Kritik. So ist mittlerweile bekannt, dass ein hoher Fruktosekonsum die Ausbildung einer Fettleber begünstigt, das Diabeterisiko fördert, zu einem Anstieg der Triglyceride führt und Gichterkrankungen negativ beeinflusst. Die Zunahme des  Übergewichtes und der Stoffwechselerkrankungen in USA wird auf die zunehmende Verwendung des Fruchtzucker-reichen und zugleich preiswerten High-Fructose-Corn-Syrup zurückgeführt. In Deutschland  finden sich ebenfalls zunehmend Produkte, die neben oder anstelle von Zucker Glucose-Fructose Sirup enthalten.


Nebenwirkung von Fruchtzucker(2015)

Einen ausführlicheren Artikel über die Verstoffwechselung von Fruchtzucker finden Sie hier.


Antiaging Informationen

mit den Themen:Winterdepression, Nahrungsergänzungsmittel und Rezepte für eine gesunde Ernährung finden Sie im Antiaging Newsletter  


Neue Allergene durch Klimawandel und "Functional Food"

Da sich das Verbreitungsareal von wärmeliebenden Pflanzensorten verlagert und tropische Früchte vermehrt zu Lebensmitteln verarbeitet werden, nimmt die Zahl potenziell allergener und kreuzreagierender Strukturen zu. (Dt.Ärzteblatt Nov. 2010) Hier können Sie den Artikel lesen.


Versteckte Zuckerbomben als gesunde Lebensmittel?

Zum Beispiel enhält ein Becher Activia Joghurt Kiwi Ananas von Danone 18,5 Gramm Zucker.
In Zuckerwürfeln gerechnet liefert die probiotische Wunderwaffe ca 9 Stück pro Becher!
Lesen Sie den ganzen Artikel (Download als Word-Datei).


Anti-Aging-Medizin - Hoffnung oder Humbug?

Ein lesenswerter Artikel aus dem Dt.Ärzteblatt Juli 2007:
Dr. med. Bernd Kleine- Gunk
>>> Hier finden Sie den ganzen Artikel